Stadt

La Paz bearbeiten

Wenig Sauerstoff, viel Tradition

Bei einer Höhe von 3.600 Metern über dem Meeresspiegel - genug, dass auch die stärksten Lungen nach dem wertvollen dünnen Sauerstoff schnappen - ist La Paz die höchste Hauptstadt der Welt. Egal, ob man La Paz über den Luft- oder den Landweg erreicht, man kommt durch das zersiedelte Gebiet des El Alto Viertels, das entstand, als sich die Stadt über die Kanten des tiefen Tales, in dem sie sich befindet, ausdehnte. Auf die Idee zu kommen, eine dermaßen hoch gelegene Stadt mit 2 Millionen Einwohnern zu bauen, scheint absurd; dass einst Gold im Choqueyapu Fluss gefunden wurde, erklärt die Anomalie in Sekundenschnelle. Trotz wundervoller Kirchen und Plätze aus der Kolonialzeit und bemerkenswert moderner Gebäude wirkt La Paz immer noch wie ein Schauplatz aus einer anderen Zeit, nicht zuletzt deswegen, weil die überwiegende Mehrheit der Bürger entweder Quechua oder Aymara ist. Die Hügel hinauf befindet sich ein traditioneller "Hexenmarkt", bei dem Touristen einen Lama-Fötus, eine getrocknete Kröte und alle erdenklichen Fruchtbarkeitsmittelchen erwerben können. Gleich außerhalb der Stadt können abenteurlustige Naturen auf Mountainbikes den gefährlichen Kurven und Abgründen der gefährlichsten Straße der Welt (in den Yungas auf dem Weg nach Coroico gelegen) die Stirn bieten. Um einen Einblick in die zersplitterte Natur der bolivianischen Politik zu gewinnen, kann man den Machtsitz am Morilloplaza besuchen und mit einigen der Agitatoren sprechen - man sollte aber weiterziehen, wenn die Gruppe größer wird.

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