Sehenswürdigkeit

Fragment der Ghettomauer und "Ghetto-Trail"

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Fragment der Ghettomauer und "Ghetto-Trail"

Ab dem 16. November 1940 wurde das Warschauer Ghetto von einer dreieinhalb Meter hohen Mauer hermetisch abgeriegelt. Rund 500.000 Juden aus Warschau und umliegenden Regionen wurden hier isoliert und schrittweise in die umliegenden Vernichtungslager deportiert. Fast 100.000 starben zuvor an Hunger.

Zu Beginn des Jahres 1943 lebten noch etwas über 40.000 Menschen im Ghetto. Den sicheren Tod vor Augen, entschlossen sich etliche von ihnen zu einer letzten Verzweiflungstat und leisteten bewaffneten Widerstand gegen die SS-Einheiten und deren Helfer. Der mehrere Wochen dauernde Aufstand im Warschauer Ghetto wurde blutig niedergeschlagen, die Aufständischen ermordet, das Ghetto daraufhin endgültig aufgelöst und vollständig zerstört.

Das einzige erhaltene Fragment der Ghettomauer befindet sich im Innenhof eines Hauses der Sienna Straße. Da das Tor an der Sienna Nr. 55 geschlossen wurde, muss man sich über ul. Złota Nr. 62 Zugang verschaffen, um das Mauerstück mitsamt einer dort angebrachten Gedenktafel zu sehen.

Mit dieser Ausnahme erinnert fast nichts mehr an das einstige Ghetto. Die Stadtregierung ließ deshalb in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Geschichtsinstitut 21 informative Gedenktafeln in polnischer und englischer Sprache auf dem Areal des Ghettos anbringen - sie markieren besondere Schauplätze und dokumentieren sie (wenn möglich) mit Fotografien. In die Bürgersteige eingelassene Gusseisenplatten vergegenwärtigen den Verlauf der einstigen Mauer.

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