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Die Seine-Inseln und das Marais

erstellt von MarcoPolo-partner am 2017-12-19

Die Seine-Inseln und das Marais

Dass Paris keine sterile Museumsstadt ist, wird bei diesem drei- bis vierstündigen Spaziergang in den belebten Straßen und Gassen des Quartier Latin und des Marais deutlich. Nirgendwo gibt es so viele Bars, Cafés und Restaurants wie im Marais, das bis in die 1960er-Jahre dem Verfall preisgegeben war und dessen beeindruckende Adelspaläste heute zumeist Museen beherbergen.

In der kleinen Parkanlage im Schatten der römischen Thermen um das Musée de Cluny lässt es sich an sonnigen Tagen ganz trefflich ausspannen. Auf der anderen Seite des Boulevard Saint-Germain beginnt ein mittelalterliches Straßengewirr um die im gotischen Flamboyant-Stil gebaute Kirche Saint-Séverin: Besonders bemerkenswert ist die fünfschiffige Anlage, die einen doppelreihigen Säulengang an der Apsis ergibt. Wie Pflanzenstängel wächst das Kreuzrippengeflecht empor, dazwischen zeigen sich farbenprächtige moderne Glasfenster. Robert Delaunay ließ sich davon zu kubistischen Kompositionen inspirieren. Im Viertel laden hübsche kleine Cafés zum Verweilen ein, aber es gibt auch viele Restaurants, die um die Touristen werben. Durch die Rue Saint-Séverin sind es nur wenige Schritte zur kleinen, gedrungenen Saint-Julien-le-Pauvre, der ältesten Kirche der Stadt aus der Mitte des 12. Jhs. Vom angrenzenden Park, dem Square Viviani, genießen Sie in aller Ruhe einen herrlichen Blick auf die Kathedrale Cathédrale Notre-Dame de Paris.

Richtung Notre-Dame beginnt der Touristenrummel. Trotzdem: Der Blick auf die vorbeifahrenden Schiffe auf der Seine, die an den Kais sich räkelnden Sonnenhungrigen und die Bouquinistes mit ihren alten Büchern ist ein Vergnügen. Ein schöner Weg führt an Notre-Dame entlang durch eine Grünanlage. Auf der anderen Seite der Kathedrale ist noch ein kleiner Teil des Gassengewirrs erhalten, das im 19. Jh. größtenteils dem Stadtplaner Baron Haussmann zum Opfer fiel. Die Île de la Cité ist der älteste Teil der Stadt. Auf der Brücke zur Île Saint-Louis hinüber jammen besonders am Wochenende Musiker, Akrobaten zeigen Kunststücke. Diese kleinere Insel war lange Zeit unbewohnt, und weil auf ihr hauptsächlich Kühe weideten, nannte man sie „Ile aux vaches“. Erst im 17. Jh. wurde sie bebaut und ist heute eine der teuersten Adressen der Stadt. Die Rue Saint-Louis-en-l'Ile mit ihren schönen kleinen Geschäften lädt zum Bummeln ein: Bei Amorino gibt es das beste Eis der Stadt.

Die Brücke Pont Marie führt direkt ins Marais. Gleich rechts, am Beginn der Rue des Nonnains d'Hyères, fällt das festungsartige, spätgotische Hôtel de Sens auf. Einige der kleinen Straßen haben den Charakter jener Zeit bewahrt, so z. B. die Rue François Miron mit zwei Fachwerkhäusern und dem Hôtel du Beauvais (Nr. 68), in dem einst Mozart residierte. Sie gehen nun durch die Rue Charlemagne, vorbei an den Resten eines Turms und Teilen der Stadtmauer aus dem 13. Jh. Im Innenhoflabyrinth des Village Saint-Paul mit seinen 60 Antiquitätenhändlern können Sie zwischen alten Möbeln, Gemälden, Geschirr und Lampen stöbern.

Weiter geht es links die Rue Saint-Paul hinauf bis zur Passage Saint-Paul, die durch einen Seiteneingang in die dreigeschossige Barockkirche Saint-Paul mit ihrer großen Kuppel führt. Am Haupteingang flutet der Verkehr der Rue Saint-Antoine vorbei. Ein Stück weiter Richtung Bastille biegen Sie links in die Rue Caron und kommen so zur romantischen Place du Marché Sainte-Cathérine mit ihren Platanen und Cafés. Durch die Rue de Turenne und dann rechts die immer belebte Rue des Francs-Bourgeois, in der es neben schönen Adelspalästen schicke Boutiquen gibt, gelangen Sie zur noblen Place des Vosges, einem der schönsten Plätze der Stadt.

In diesem Viertel leben viele Juden. Die Orthodoxen unter ihnen gehen am Freitagabend in traditioneller Kleidung zur nahen Synagoge. Am Ende der hübschen Rue Payenne liegt der Park Square Léopold Achille, links, in der Rue Thorigny, das Musée Picasso (bei Redaktionsschluss wegen Renovierung geschlossen, Eröffnung 2013 geplant). Entspannen Sie direkt daneben in den gemütlichen Ledersesseln des Cafés L'Apparemment in der Rue des Coutures Saint-Gervais.

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    St-Séverin

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    Sehenswürdigkeit

    Die Pfarrkirche Saint-Séverin in Paris liegt an der Rue Saint-Séverin im Quartier Latin im 5. Arr...

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    St-Julien-le-Pauvre

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    Sehenswürdigkeit

    Saint-Julien-le-Pauvre ist eine der wenigen in Paris erhaltenen romanischen Kirchen. Sie steht im...

  • 4
    Square Viviani

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    Sehenswürdigkeit

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    Les Bouquinistes

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    Geschäft

  • 6
    Île de la Cité

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    Stadtviertel

    Entlang dieser Ufer wurden viele weltbekannte Stätten entdeckt. Ein Spaziergang entlang des Seineu...

  • 7
    Île Saint-Louis

    16 Stimmen

    Stadtviertel

    Die Île Saint-Louis ist neben der Île de la Cité die kleinere der beiden mitten in Paris gelegene...

  • 8
    Amorino

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    Café

  • 9
    Hôtel de Sens

    2 Stimmen

    Sehenswürdigkeit

    Das Hôtel de Sens befindet sich im 4. Arrondissement von Paris, in der Rue du Figuier nahe dem Uf...

  • 10
    Hôtel de Beauvais

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    Sehenswürdigkeit

    Das Hôtel de Beauvais ist ein Pariser Adelspalast des 17. Jahrhunderts. Seine Hauptfassade steht ...

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    Village Saint-Paul

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    Geschäft

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    Place du Marché-Sainte-Catherine

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    Sehenswürdigkeit

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    Musée Picasso

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    Museum / Galerie

    Das Musée Picasso gehört zu den bedeutenden Museen von Paris. Es befindet sich im Stadtteil Marai...

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