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Katong – Durch Zeiten und Kulturen

erstellt von MarcoPolo-partner am 2015-12-17

Katong – Durch Zeiten und Kulturen

Wandeln Sie 3 Std. lang auf den Spuren der frühen Singapurer – Katong ist das Viertel der Peranakan. So heißt die Volksgruppe, die aus Chinesen, Europäern und Malayen hervorgegangen ist. Sie haben „Little Singapore“, als das Katong angesehen werden kann, geprägt – mit ihrem Essen, ihrer Architektur, ihrer Kleidung.

Schlendern Sie die beiden Seiten der East Coast Road – der Achse Katongs – entlang, tauchen Sie in ihren Seitenstraßen tief in das Leben Singapurs und seiner einzigartigen Architektur ein. Erwarten Sie nicht das Spektakuläre, sondern einen Einblick in das Alltagsleben. Der Spaziergang beginnt am Katong Antique House East Coast Road 208 MRT NS 22 Orchard, dann Bus 14. Hinter der schlichten Holztür des blauen Hauses verbirgt sich eine ganz eigene Welt: Peter Wee, dessen Vater hier einst ein ganzer Straßenzug gehörte, führt Sie durch das Museum der Peranakankultur (ca. 45 Min. | Voranmeldung unter Tel. 63458544). Im Erdgeschoss gibt es einen kleinen Laden mit echten Peranakan-Antiquitäten, die allerdings teuer sind.

Verlassen Sie das kleine Museum, wenden Sie sich nach links. Sie stoßen direkt auf die Chin Mee Chin Confectionary, eine Traditionsbäckerei Singapurs. An der nächsten Ampel überqueren Sie die Straße und gehen rechts in die Joo Chiat Road. An der Ecke auf der rechten Seite wartet die süßeste Verführung der Stadt: Awfully Chocolate. Der Laden ist ganz in weiß gehalten, und es gibt nichts außer dunkler Schokolade in allen Variationen. Direkt danach riechen Sie nun das wirkliche Singapur: Die Bäcker von Puteri Mas backen echte Durian-Kuchen. Die „Stinkfrucht“, die Sie wegen ihres beißenden Käsegeruchs nicht in Bussen und U-Bahnen essen dürfen, gilt als Delikatesse. Ein besonders schöner Teehandel ist Amoy Tea auf der rechten Straßenseite. Links liegt die Ann Tin Tong Medical Hall, eine fast 70 Jahre alte Apotheke, die einen Arzt beschäftigt und ihre Tees und Tinkturen noch selber mischt. Ein paar Schritte noch, dann beginnt rechts die Koon Seng Road. Ihr Ensemble von Wohnhäusern ist einmalig in Singapur. Die mit Stuckornamenten verzierten Fassaden vereinen viktorianische und chinesische Elemente. Die Vorderseiten zeigen die Symbole für Glück und langes Leben, wie Fledermäuse, Drachen, Hirsche oder Hunde. Ergänzt werden sie durch alte Kacheln, für teures Geld einst aus Europa importiert. Unter dem Dachansatz haben die Häuser eine Belüftung. Sie sind um einen offenen Hof gebaut, in dem ein kleines Wasserbecken den Regen auffing und so für die Kühlung des ganzen Hauses sorgte. Gehen Sie zurück, noch ein Stück die Joo Chiat Road hinauf. Ein paar Hundert Meter weiter finden Sie auf der linken Seite in einem gelben Haus einen der letzten Papierfigurenmacher Singapurs. Mit Bambusstäbchen, Leim und bunten Papieren baut er ganze Dioramen, Autos, Handys nach, die den Toten zur Beerdigung mitgegeben werden. Er hat nichts dagegen, wenn Sie ihm bei der Arbeit über die Schulter schauen. Gehen Sie zurück bis zum Dunman Food Court. Dort biegen Sie links in die Onan Road. Sie kommen nun durch eine typische Singapurer Wohngegend mit Mangobäumen in den Vorgärten zurück zur Hauptstraße. Biegen Sie links in die Fowlie Road, dann wieder rechts in die Joo Chiat Road und Sie erreichen die East Coast Road. Halten Sie sich rechts. Sie stoßen auf das Rumah Bebe http://www.rumahbebe.com, das „Haus von Bebe“. Hier werden schöne Andenken verkauft. Besitzerin Bebe Seet beherrscht das traditionelle Besticken von Schuhen und Kleidung mit Perlen. Sie gibt in ihrem Haus „Beading“-Unterricht und bietet Kurse für Peranakan-Küche an. Direkt daneben folgen Rumah Kim Choo und Kim Choo's Kitchen. Der sonst in Singapur weit verbreitete Geschmacksverstärker MSG wird hier durch selbstgekochte Brühe aus Hühnerknochen, Ingwer und Knoblauch ersetzt – und das Essen schmeckt. Restaurantbetreiber Desmond Wong beantwortet Fragen, die Sie nach dem ausgedehnten Spaziergang zur faszinierenden Peranakan-Kultur haben.

Biegen Sie rechts in die Ceylon Road ein, runden Sie ihren Spaziergang durch die Kulturen mit etwas Hinduismus ab: Hier liegt der Sri Senpaga Vinayagar Temple. 1875 bauten ihn indische Tamilen unter einem Senpaga-Baum zu Ehren des Elefantengotts.

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