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Auf den Spuren der Tokaj-Weine

erstellt von tripwolf-partner am 2012-01-11

Auf den Spuren der Tokaj-Weine

Im 17. und 18. Jh. fehlte der Tokajer auf keiner königlichen Tafel, und Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe setzte ihm im Faust ein literarisches Denkmal mit den Mephisto-Worten: »Euch soll sogleich Tokayer fließen./… Ein tiefer Blick in die Natur!/Hier ist ein Wunder, glaubet nur!/Nun zieht die Pfropfen und genießt!«

Das 6600 ha große Weinanbaugebiet an den südlichen Ausläufern der Zemplén-Berge, Tokaj-Hegyalja genannt, erlebt eine Renaissance, nicht zuletzt dank großer internationaler Investitionen in das »Mekka der Süßweinproduktion«. Der Ort Szerencs ist das Tor zur Weinregion, und wenige Kilometer weiter grüßt links der Straße 37 das Gelbe Weinhaus der Spitzenkellerei Disznóko (Restaurant). Auf dem weiteren Weg begleiten Sie zur Linken die Hügellandschaft mit ihren Weinanpflanzungen und bei Tokaj der 515 m hohe gleichnamige Berg.

In Tarcal, 9 km vor Tokaj (nach rechts abbiegen auf die Straße 38), ist das Schlosshotel des Weinguts Gróf Degenfeld (Terézia kert 9, Tel. 47/58 04 00, http://www.grofdegenfeld.hu) der ideale Ort, um sich beim Stopp im Restaurant mit einigen Geheimnissen des Tokajers vertraut zu machen. Aszú heißt das Zauberwort, das die kostbare Geschmackswelt der edelsüßen Weine erschließt. Die Rebsorten, aus denen Tokaj-Weine gekeltert werden - Furmint, Hárslevelu (Lindenblättriger) und der seltene Muscat Lunel - sind ständige Begleiter auf dieser Route. Ebenso der Fluss Bodrog, ohne den die Weine nicht wären, was sie sind, denn erst im Zusammenspiel mit der Flussfeuchtigkeit entsteht jener Schimmelpilzbefall der Trauben, der mit der Herbstsonne den Zuckergehalt in einzigartiger Weise konzentriert.

In Tokaj, am Zusammenfluss von Bodrog und Theiß, empfiehlt sich eine Besichtigung der historischen Innenstadt und des imposanten Rákóczi-Kellers. Über den netten Weinort Bodrogkeresztúr geht es weiter nach Tolcsva (links der Straße 37) mit dem Spitzenweingut Tokaj-Oremus (Bajcsy-Zsilinszky utca 45, Tel. 47/38 45 05, Fax 38 45 04, http://www.tokajoremus.com). Einzigartig ist dort das kilometerlange dreistöckige, seit dem 12. Jh. von Hand ausgeschlagene Kellersystem, das 8-30 m in die Tiefe reicht (Verkostungen: Mo-Fr 10-16 Uhr, möglichst nach Anmeldung). Spätestens hier werden Sie weitere Geheimnisse der Tokaj-Weine lüften. So werden beispielsweise für einen Aszú-Wein die unter dem Schimmelpilzeinfluss geschrumpften Trauben bei der Lese einzeln aus der Gesamttraube herausgepflückt. Für den Szamorodni dagegen wird die gesamte Traube verwendet.

Über die Straße 37 geht es weiter bis zur Abzweigung (links) nach Hercegkút (12 km). In einer der für Tokaj charakteristischen vierreihigen Anlagen liegt das Kellersystem des kleinen Weingutes Götz (Götz Pincészet, Petofi Sándor út 193, möglichst mit Anmeldung, Tel/Fax 47/34 62 47, gotz@enternet.hu).

Das Städtchen Sárospatak, rechts der Straße 37, verdankt seinen Beinamen »ungarisches Cambridge« dem Mitte des 16. Jhs. gegründeten Reformierten Kollegium. Einen schönen Spaziergang können Sie im Schlosspark der am Bodrogufer gelegenen Rákóczi-Burg unternehmen. Vom Turm (bei einer Führung zu besichtigen) bietet sich ein wunderbares Panorama. Unter dem Schlosspark verbirgt sich das 1 km lange und 12 m tiefe Kellersystem des renommierten Weinguts Pajzos-Megyer (Nagy Lajos utca 12, Tel. 47/31 23 10, Fax 31 23 20). Kellerführungen und Verkostungen finden Mo-Fr stündlich, im Sommer auch an den Wochenenden statt.

Sie können jetzt auf der gleichen Strecke zurückfahren oder den Ausflug über den Wintersportort Sátoraljaújhely durchs Gebirge und dann entlang der westlichen Abhänge des Zemplén-Gebirges fortsetzen. Sátoraljaújhely mit dem schönen barocken Rathaus (Kossuth Lajos tér 5) von 1754 und der Piaristenkirche (Deák Ferenc utca 12) mit dem mittelalterlichen Kreuzgewölbe und dem barocken Interieur ist ein beliebter Wintersportort. Übernachten können Sie im Hotel König (Széchenyi tér 5, Tel. 47/ 52 34 00, Fax 52 34 02, http://www.hotelkonig.hu, €€).

Von Sátoraljaújhely geht es durch die Hügel westwärts nach Pálháza. Lohnend ist ein Abstecher (2 km) nach rechts, nach Füzérradvány zum Schloss Károlyi in einem 100 ha großen Park und zur Burg von Füzér. Über den Goldgräberort Telkibánya und Gönc geht es wieder südwärts. Zwischen Gönc und der Straße 37 liegen weitere Weinorte wie Abaújszántó, Tállya und Mád.
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    Tokaj-Hegyalja

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    Sehenswürdigkeit

    Eine Kulturlandschaft, die durch drei Jahrhunderte Weinanbau geformt wurde. Tokaj-Hegyalja [ˈtokɒj...

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    Tokaj

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    Stadt

    Tokaj [ˈtokɒj] (deutsch: Tokey) ist eine alte Stadt an der Theiß im Nordosten Ungarns im Komitat ...

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    Sárospatak

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    Stadt

    Sárospatak [ˈʃaːroʃpɒtɒk] (slowakisch Šarišský Potok oder Blatný Potok, deutsch Patak am Bodrog) ...

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    Rákóczi castle

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    Sehenswürdigkeit

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    Pajzos-Megyer

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    Sehenswürdigkeit

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